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10.10.2010 – Ein Dienstagsradler beim München Marathon

Vor gut einem Jahr hatte die Irmi die Idee 2010 einen Marathon zu laufen. Kurzentschlossen sagte ich dann, dass ich sie dabei begleiten würde. Ein Jahr später war es dann so, dass ich den Marathon lief und sie mich bei km 38 fast ins Ziel tragen musste………!

Wie kam es dazu?………. Leider fand Irmi (= sehr beschäftigte Geschäftsfrau) nicht die Zeit zum trainieren. Für 42,195 km sollte man ja schon 2 – 3 mal vorher beim Laufen gewesen sein! Sonst macht das alles nicht wirklich viel Spaß. Also entschloss ich mich den Marathon alleine zu laufen. Nach 7 Wochen intensivtraining war es dann soweit. Ich stand an der Startlinie des München Marathon und wusste wieder mal nicht, was ich eigentlich hier zu suchen hatte. Neben mir der Pacemaker für eine Endzeit von 3:15 Std. Nach dem Startschuss dachte ich mir, schaust halt mal wie lange ich mich bei dem halten kann. Denn eigentlich war von mir die 3:30 Std. anvisiert. Die erste Stunde lief es eigentlich ziemlich Rund. Erst mal durch die Stadt, dann durch den Englischen Garten. Bei der Halbzeit waren wir sogar 2 Minuten vor der Marschtabelle. Einen kleine Durchhänger bei km 25 konnte ich mit einem Gel erfolgreich bekämpfen. Alles wieder im grünen Bereich. Bei km 34 entschloss ich mich sogar meinen Pacemaker zu überholen, um jedoch ziemlich bald zu explodieren. Vorher lief ich noch am Marienplatz an meiner Familie samt Opa und Oma vorbei die mich frenetisch anfeuerten. Km 36: Der Pacemaker (3:15 Std.) überholt mich wieder! Km 38: Am Straßenrand kann ich schon von weitem Familie Feddern erkennen. Irmi und Jan nehmen mein nicht mehr allzu hohes Tempo auf und laufen brüllend und mich mit Schokolade verpflegend gut 400m neben mir her. Auf dem Radweg kann ich dann auch noch ihr beiden Kinder Sofia und Elisabeth auf dem Roller erkennen. (Ihr seid echt der Hammer!!!). Km 39: Ich kämpfe mit dem Gedanken einfach stehenzubleiben. Dieser Gedanke ließ mich auch bis ins Ziel nicht mehr los. Zum Glück konnte ich mich aber durchbeißen. Als ich durch das große Marathontor des Münchner Olympiastadions lief dachte ich an die Olympischen Spiele 1972, als einen gewisser Frank Shorter (USA) Olympiasieger an genau dieser Stelle wurde. Das muss schon ein geiles Gefühl gewesen sein. Ich war einfach nur happy dass die ganze Schinderei endlich ein Ende hatte.

Im Ziel hatte ich dann eine Zeit von 3:17:54 Std. Was Platz 644 bedeutete. Egal, ich wollte unter 3:30 Std. bleiben. Das ist mir gelungen. Somit bin ich auch ziemlich zufrieden. Wer jetzt Lust bekommen hat auch einmal einen Marathon zu laufen, kann mit mir nicht mehr rechnen. Es gibt Dinge, die braucht man nur einmal im Leben. Und ich denke, ein Marathon zu laufen gehört dazu……….., aber vielleicht schaut´s in ein paar Wochen wieder ganz anders aus.

Vielen Dank nochmal an alle die mich bei meinen Spinnereien so tatkräftig unterstützt haben. Andrea, Jonas und Luis die mir ein so tolles Anfeuerungsplakat gemacht haben und mit Opa und Oma am Marienplatz gefroren haben, bis ich endlich daherkam. Irmi, Jan, Elisabeth und Sofia die mich auf den letzten Kilometern begleiteten und angefeuert haben.

….run an den Speck!

Euer Präsi

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