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29.08.2010 – Ötztaler Radmarathon …….im Servicewagen!

Am Sonntag den 29.08.2010 fand in Sölden der Ötztaler Radmarathon statt. Am Start waren ca. 4000 Rennradverrückte die die 238 km lange und mit 5000 hm versehene Strecke bewältigen wollten.

Ich mittendrin…….., nein nicht als Teilnehmer sondern im Mavic – Servicewagen. Fly fragte mich, ob ich Lust hätte im Servicewagen als “Schrauber” mitzufahren. Diese Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen. Ich wollte einfach zu gerne mal das komplette Leiden der Rennfahrer, aber auch die herrliche Momente die so ein Marathon mit sich bringt von außen miterleben.

Punkt 6:45 Uhr war Start. Da wir als letztes Servicefahrzeug eingeteilt waren, ging es für uns erst um ca. 07:05 Uhr los. Denn bis alle 4000 Fahrer an uns vorbei waren, vergingen schon rund 20 min. Die Strecke führte erst mal talauswärts bis zum Abzweig Kühtai. Schon auf diesem Streckenabschnitt hatten wir einige Defekte zu reparieren. So…, jetzt rauf auf´s Kühtai. 17 km und bis zu 18% Steigung erwartete die Teilnehmer. Da wir immer ganz hinten fuhren, sahen wir auch einige Exoten. Trekkingrad mit Schutzblech und riesigen Packtaschen. Dazu noch normale Pedale mit Turnschuhen waren keine Seltenheit. Einer fuhr sogar die ganze Strecke in langer Regenhose und Regenjacke, obwohl es keinen Tropfen geregnet hat. Wahnsinn!!! Bei unserer Arbeit gab es reichlich Abwechslung. Schlauch wechseln, Schaltzüge reparieren, gebrochene Schaltaugen (die wir natürlich nicht reparieren konnten, aber wir hatten auch komplette Ersatzrennräder dabei). Das Highlight war eine gebrochene Sattelstütze.

Oben angekommen ging es auf eine richtig geile Hochgeschwindigkeitsabfahrt nach Kematen. Vor nach Innsbruck und die alte Brennerstraße zum Brenner, weiter nach Sterzing. Die nächste Hürde kennen einige von euch schon. Hoch zum Jaufenpass. Gut 15 km und 12 % im Durchschnitt. Einige der Teilnehmer sahen da schon nicht mehr so gut aus. Viele mussten ihr Rad schieben, und kämpften auch schon gegen die Karenzzeit. „Wahnsinn, was sich einige Leute da antun“, dachte ich mir. An der Passhöhe angekommen trafen wir den Schweizer der auch schon bei “Wetten dass” gegen Jens Voigt im Sprint gewonnen hatte. Er fuhr mit seinem Militärrad von 1905 die Strecke bis hoch zum Jaufenpass. Hier stoppte ihn jedoch ein gerissener Bremszug, der nicht mehr repariert werden konnte. Und nur mit der Rücktrittbremse traute er sich nicht mehr die Abfahrt nach St. Leonhard runter. Das währe auch reiner Selbstmord gewesen. In St. Leonhard (km 180) ging es jetzt richtig los. Es stand nämlich die finale Auffahrt zum Timmelsjoch an. 28 km und 12 – 15 % Steigung standen vor den Fahrern. Wir sahen Teilnehmer mit Tränen in den Augen die am Straßenrand auf den Besenwagen warteten, welche die sich vor Krämpfen krümmten, und andere die uns um ein trockenes Brot anbettelten. Zum Schluß ging dann mindestens jeder 3. Teilnehmer zu Fuss der Passhöhe im Kampf gegen die Karenzzeit entgegen. Auf der Abfahrt konnte man Vielen die Erschöpfung an ihrem unsicheren Fahrstil anmerken.

Gegen 20:15 Uhr waren auch wir nach 13 1/2 Stunden im Ziel. Mir taten die Beine nicht weh und ich hatte auch keinen Hungerast, aber mein Kreuz merke ich vom langen sitzen heute noch. Ist mir beim Marathon auch noch nie passiert 😉

Ein herzliches Dankeschön an das Mavic – Team mit Karoline, Daniela, Dirk und meinem Fahrer Martin. Es hat mir wirklich sehr viel Spass gemacht.

Der Präsi,

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